Management und Krankenhaus und eHealthCom berichten im Februar über die Cloud in der Medizin. Was ist eigentlich Cloud Storage?
Begriff
Cloud Computing und in diesem Zusammenhang auch Cloud Storage beschreiben zunächst erst einmal integrierte Hard- und Software Technologien, die zusammen eine generell verfügbare Storagelösung versprechen, welche überall dort erreichbar ist, wo es Internet gibt. Der Zugang zu unbegrenztem Speicherplatz via Inter- oder Intranet macht den Hauptunterschied zu traditionellen Storagelösungen (NAS, SAN) aus.
Merkmale
Verteilte Datenhaltung ist ein wesentlicher Bestandteil des Cloud Storage. Dabei geht dieses Datenhaltungsmodell idR. jedoch über die bekannte Replikation von traditionellen Speicherlösungen für den Fall des Disaster Recoverys hinaus, da auch Zugriffe auf die Datenbestände verteilt werden können und somit eine Bandbreitenoptimierung möglich wird.
Skalierung bedeutet in der Storage Cloud nicht nur die theoretische Möglichkeit Speicher unbegrenzt auszubauen. – Speicher ist in der Cloud unbegrenzt!
Skalierung beinhaltet jedoch auch die Möglichkeit, nur den Speicher gerade zu nutzen und damit auch zu bezahlen, der gegenwärtig benötigt wird. D.h., man muss heute kein 20 TB Raid kaufen, nur weil man diese Datenmenge vielleicht in 4 Jahren benötigt.
Traditionelle Storageerweiterungen sind gut und sorgfältig zu planen. Bei der Storage Cloud sind technologische Erwägungen einer Storageaufrüstung überflüssig; Fragen der Kompatibilität bedeutungslos. Egal, ob 10 TB oder 1000 TB gemanagt werden müssen, für den Anwender macht es keinen Unterschied. Storage kommt aus der Steckdose.
Aus Anwendersicht wächst die Speicherkapazität selbständig. Technologiesprünge kennt er nicht, die Leiden der Migration bleiben ihm erspart.
Modelle des Cloud Storage
In der Praxis sind vorrangig 3 Modelle der Storage Cloud anzutreffen.
Das reine Dienstmodell (Storage as a Service):
In diesem Fall bekommt der Anwender von einem Dienstanbieter (Betreiber) Software (ggf. auch Hardware und Dienstleistung) zur Verfügung gestellt, um via Internet oder Intranet seine Daten, idR. gegen eine monatliche Gebühr, abzugeben zu können. ( Null-Investmodell). Betriebsbereitschaft kann innerhalb eines Tages hergestellt werden. Beispielhaft für dieses Dienstmodell ist in Deutschland die Firma Telepaxx Medical Archiving.
Das Software Modell:
In diesem Fall haben sich Firmen darauf spezialisiert, Software zu entwickeln, die es dem Anwender ermöglicht, bei Verwendung eigener Hardware, eine eigene Cloud Infrastruktur aufzubauen (privat cloud). Die Softwarehersteller sind nicht die Betreiber der Speicherlösung.
Das Bundle Modell:
Dieses wird häufig von den großen Herstellern von Storagehardware angeboten. Zusammen mit ihrer Hardware bieten sie dem Anwender Speichermanagement Software und auch Dienstleistungen als Turn-key-ready privat cloud Lösung an. Solche Lösungen sind bei IBM, HP, EMC und Fujitsu zu finden.
Privat oder Öffentlich
Hinter diesen beiden Begriffen findet man die Unterscheidung hinsichtlich der Lokalisation der Storage Cloud.
Public wird die Cloud genannt, bei der die Anwender ihre Daten außer Haus geben. Die Public Cloud ist das klassische Modell der Speicherdienstanbieter. Der Public Cloud haftet der Mythos der Datenschutz-Unsicherheit an. Nicht immer berechtigt, wie die Firma Telepaxx mit ihrem Datenschutzgütesiegel geprüften Medizinischen Archiv beweist. Verlässlicher Datenschutz ist möglich – aber sehr aufwändig!
Unter Private Cloud versteht man Cloud Storage, der sich beim Anwender selbst , also innerhalb seiner Firewall-Hoheit, befindet. Hier ist der Datenschutz wesentlich einfacher, jedoch ist eine komplette Cloudlösung mit nicht zu unterschätzenden Investitions- und Betriebskosten (Sicherheit, Strom, Klima, etc.) verbunden.
Fazit
Cloud Storage ist bereits Realität. Besonders in der Medizin mit seiner ungeheuren Bildflut haben sich Cloudlösungen bewährt. Dieses zeigen Firmen wir Insite One und Bycast in den USA oder Telepaxx in Deutschland und Europa.